Kurz gesagt: Ja, für viele kleine und mittlere Unternehmen lohnt sich Facebook weiterhin. Laut ARD/ZDF-Medienstudie 2025 nutzen 31 Prozent der Menschen in Deutschland ab 14 Jahren Facebook mindestens wöchentlich. Die Plattform ist damit nach Instagram (40 Prozent) das zweitgrößte soziale Netzwerk im Land. Besonders stark ist sie bei Menschen ab 40 und in lokalen Gruppen. Mit wenig Zusatzaufwand lässt sich Facebook gut parallel zu Instagram bespielen.
Facebook gilt in vielen Marketing-Runden als „Netzwerk der Eltern“. Das ist nicht ganz falsch, aber genau darin liegt für viele Betriebe die Chance: Wer Kundschaft mit Kaufkraft, Entscheidungsbefugnis und lokaler Verbundenheit sucht, findet sie auf Facebook oft zuverlässiger als anderswo.
Die Zahlen: kleiner geworden, aber immer noch groß
Die ARD/ZDF-Medienstudie 2025 zeigt ein Social-Media-Land in der Reifephase. 63 Prozent der Menschen ab 14 Jahren nutzen soziale Medien mindestens wöchentlich. Instagram führt mit 40 Prozent Wochenreichweite, Facebook folgt mit 31 Prozent, TikTok liegt bei 20 Prozent. Facebook verliert zwar leicht, bleibt aber für Millionen Menschen ein fester Bestandteil des Alltags.
Bemerkenswert: Das stärkste Wachstum bei Social Media findet laut Studie inzwischen bei den über 50-Jährigen statt, während die 14- bis 29-Jährigen ein Plateau erreicht haben. Genau diese älteren Zielgruppen sind auf Facebook besonders präsent.
Für wen sich Facebook besonders lohnt
- Reisebüros und Reiseveranstalter: Die Zielgruppe für Kreuzfahrten, Rundreisen und Familienurlaub ist auf Facebook stark vertreten.
- Apotheken, Gesundheits- und Pflegeangebote: Ältere Zielgruppen und pflegende Angehörige sind hier gut erreichbar.
- Handwerk und lokale Dienstleister: Lokale Gruppen und Empfehlungen spielen eine große Rolle.
- Vereine, Verbände und Gastronomie: Veranstaltungen und Neuigkeiten werden auf Facebook nach wie vor stark geteilt.
Wo Facebook seine Stärken hat
Lokale Gruppen: Ortsgruppen, Nachbarschafts- und Hobbygruppen sind ein Ort, an dem Empfehlungen ausgesprochen werden. Unternehmen sollten dort nicht werben, aber präsent und hilfsbereit sein.
Veranstaltungen: Die Event-Funktion ist für Tage der offenen Tür, Infoabende oder Feste weiterhin nützlich.
Längere Texte und Links: Facebook toleriert ausführlichere Beiträge und Links zur Website besser als Instagram.
Verknüpfung mit Instagram: Über die Meta Business Suite lassen sich Beiträge auf beiden Plattformen gleichzeitig veröffentlichen. Ohnehin ist eine verknüpfte Facebook-Seite Voraussetzung für viele Instagram-Business-Funktionen. Wie das geht, beschreibt der Leitfaden Instagram mit der Facebook-Seite verknüpfen.
Wo Facebook schwächelt
Die organische Reichweite von Unternehmensseiten ist über die Jahre gesunken. Wer jüngere Zielgruppen unter 30 erreichen will, ist auf Instagram und TikTok besser aufgehoben. Und eine verwaiste Facebook-Seite mit dem letzten Beitrag von 2021 wirkt eher schädlich als neutral, weil sie den Eindruck erweckt, der Betrieb sei nicht mehr aktiv.
Unsere Einordnung
Facebook ist kein Wachstumskanal mehr, aber ein solider Kontaktkanal. Für die meisten lokalen Unternehmen ist die sinnvollste Strategie, Facebook nicht separat zu bespielen, sondern Inhalte aus Instagram mitzuveröffentlichen und gezielt um lokale Themen zu ergänzen. Mit Multiposting entsteht so kaum zusätzlicher Aufwand. Welche Kanäle ViralSpoon dafür anbindet, steht unter Kanäle für die automatische Veröffentlichung.
Häufige Fragen
Wie viele Menschen nutzen Facebook in Deutschland?
Laut ARD/ZDF-Medienstudie 2025 nutzen 31 Prozent der Menschen ab 14 Jahren Facebook mindestens einmal pro Woche. Damit ist Facebook nach Instagram das zweitgrößte soziale Netzwerk in Deutschland.
Sollte ein kleines Unternehmen eine Facebook-Seite haben?
In den meisten Fällen ja, schon weil eine Facebook-Seite für viele Instagram-Business-Funktionen benötigt wird. Sie sollte aber regelmäßig gepflegt werden.
Kann ich dieselben Beiträge auf Facebook und Instagram posten?
Ja. Über Multiposting lassen sich Beiträge auf beiden Plattformen gleichzeitig veröffentlichen. Kleine Anpassungen, etwa ein Link im Text auf Facebook, sind sinnvoll.
Für welche Zielgruppen ist Facebook am besten?
Vor allem für Menschen ab etwa 40 Jahren und für lokale Gemeinschaften. Für Zielgruppen unter 30 sind Instagram und TikTok meist wichtiger.
